SONNENSCHUTZ: WIE GEFÄHRLICH IST DIE UV-STRAHLUNG?

Nach einem langen Winter freut sich im Frühling jeder über die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut. Was vielen nicht bewusst ist: Die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) ist ohne die Verwendung von Sonnenschutz alles andere als harmlos. Die UV-Strahlung besteht aus UVA- und UVB-Strahlung – beide schaden der Haut nachweislich. Dass die UVB-Strahlung Sonnenbrand verursacht, ist weitgehend bekannt. Eine völlig unterschätzte Gefahr: die UVA-Strahlung. Diese macht 94% der UV-Strahlung aus, die auf die Erdoberfläche trifft. Damit trifft die UVA-Strahlung mit der 15-fachen Intensität der UVB-Strahlung auf die Haut.

 

UVA-STRAHLUNG: A WIE „ALTERN“ ODER „ALLERGIEN“

UVA-Strahlung führt zu vorzeitiger Hautalterung und sonnenbedingten Allergien. UVB-Strahlung ist der Hauptauslöser für Sonnenbrand.

UVA-Strahlung führt zu vorzeitiger Hautalterung und sonnenbedingten Allergien. UVB-Strahlung ist der Hauptauslöser für Sonnenbrand.

Die UVA-Strahlung war beim Thema Sonnenschutz lange Zeit eine völlig unterschätzte Gefahr. Dabei dringt sie tiefer als die UVB-Strahlung in die Haut ein und kann die Dermis (Lederhaut) nachhaltig schädigen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die UVA-Strahlung verantwortlich ist für:

  • vorzeitige Hautalterung
  • sonnenbedingte Allergien
Tagesintensität von UVA- und UVB-Strahlung.

Tagesintensität von UVA- und UVB-Strahlung.

Im Gegensatz zur UVB-Strahlung bleibt die UVA-Strahlung den ganzen Tag über konstant und ist zudem ganzjährig vorhanden. Sie wirkt auch im Schatten und wird durch Fensterglas nicht gefiltert. Sie darf deshalb beim Thema Sonnenschutz keinesfalls vernachlässigt werden.

Welche Folgen hat die UVA-Strahlung für die Haut

1. Vorzeitige Hautalterung

Die UVA-Strahlung bewirkt tief in der Haut (Dermis) die Produktion von Enzymen, die die kollagenen Fasern schädigen. Dadurch wird die Straffheit der Haut reduziert. Gleichzeitig quellen elastische Fasern auf, wodurch es zu einem Verlust der Dehnbarkeit der Haut kommt. Die Haut altert sichtbar. Es kommt zu:

  • schlaffer, dünner und faltiger Haut
  • Pigmentstörungen (wie z.B. vermehrtes Auftreten von Altersflecken)
  • Erweiterung der Blutgefäße
  • stellenweiser Verdickung der Haut
  • Hautkrebs
UVA-Strahlung führt zu vorzeitiger Hautalterung.

UVA-Strahlung führt zu vorzeitiger Hautalterung.

2. Sonnenallergie

Unter dem Begriff „Sonnenallergie“ werden in der Umgangssprache unterschiedliche Formen einer übermäßigen Reaktion der Haut auf UVA-Strahlung zusammengefasst. Die Sonnenallergie-Symptome treten ausschließlich an Körperstellen auf, die der Sonne ausgesetzt wurden, wie beispielsweise Gesicht, Dekolleté oder Schultern.

Es werden drei Arten von Sonnenallergie unterschieden:

  • Polymorphe Lichtdermatose (PMD)
  • Acne aestivalis (die sogenannte Mallorca-Akne)
  • Photoallergische Reaktion

Diese Sonnenallergie-Typen äußern sich durch ähnliche Symptome. Gerade bei hellhäutigen Menschen kann die stärkere UV-Strahlung im Frühjahr, Sommer oder im Urlaub zu stark juckenden und intensiv brennenden Hautreaktionen führen. Folgende Symptome sind dann auf der Haut zu beobachten:

  • Rötungen
  • Knötchen
  • Bläschen
  • Pusteln
  • polsterartige Verdickungen
  • Ödeme (Wassereinlagerungen)

UVB-STRAHLUNG: B WIE IN „BRÄUNEN“ ODER „BRAND“

Die UVB-Strahlung kann Schäden in der Epidermis und Oberhaut verursachen. Der erste Schutzmechanismus der Haut gegen die UVB-Strahlung ist die Bräunung. In den tieferen Hautschichten wird das Pigment Melanin gebildet, das sich wie eine „Schutzkappe“ über den Zellkern legt – die Haut wird braun. Das Melanin absorbiert die UVB-Strahlung und bildet damit einen hauteigenen Sonnenschutz. Bei zu langer und intensiver UVB-Strahlung reicht dieser Eigenschutz jedoch nicht aus. Es entsteht Sonnenbrand.

Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsriskio signifikant.

Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsriskio signifikant.

Sonnenbrand

Sonnenbrand wird in der Medizin auch als „Dermatitis solaris“ oder „UV-Erythem“ bezeichnet und durch die im Sonnenlicht enthaltene UVB-Strahlung verursacht. Ein Sonnenbrand ist eine sichtbare Entzündungsreaktion der Haut. Die Symptome ähneln einer Verbrennung der Haut ersten bis zweiten Grades. Diese Hautreaktionen treten im Allgemeinen erst nach sechs bis acht Stunden auf.

Typische Anzeichen sind unter anderem:

  • Rötung der Haut
  • Juckreiz
  • Berührungsschmerz
  • Übelkeit
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Bläschen- oder Blasenbildung

Ein Sonnenbrand schädigt die Haut auf Zellebene nachhaltig. Wiederholte und sehr starke Schädigungen können zu bleibenden Veränderungen am Erbgut der Hautzellen führen. Aus veränderten Zellen kann sich dann unter Umständen Hautkrebs entwickeln. Sonnenbrand bei Kindern gilt inzwischen sogar als wichtigster Risikofaktor für den schwarzen Hautkrebs.

SONNENSCHUTZ: WELCHE HAUTTYPEN UNTERSCHEIDET MAN?

Wie schnell die Haut ohne den Schutz von Sonnenschutz-Produkten Schaden nimmt, hängt stark vom individuellen Hauttyp ab. Dieser Zeitraum wird als Eigenschutzzeit der Haut bezeichnet. Im Allgemeinen wird dabei zwischen sechs Hauttypen unterschieden:

Typ I

HAUTFARBE sehr hell

AUGENFARBE hellgrau, blau, grün

HAARFARBE hellblond bis rötlich

BESONDERE MERKMALE Sommersprossen

BRÄUNUNGSGRAD wird nicht oder kaum braun

SONNENBRAND sehr oft

EIGENSCHUTZZEIT 5 bis 10 Minuten

Typ II

HAUTFARBE hell

AUGENFARBE grau, blau, grün

HAARFARBE blond, hell- bis dunkelbraun

BESONDERE MERKMALE Sommersprossen

BRÄUNUNGSGRAD langsam, minimal

SONNENBRAND oft

EIGENSCHUTZZEIT 10 bis 20 Minuten

Typ III

HAUTFARBE mittel

AUGENFARBE grau, blau, grün, braun

HAARFARBE blond, dunkelblond, hell- bis dunkelbraun, dunkel

BESONDERE MERKMALE kaum Sommersprossen

BRÄUNUNGSGRAD langsam, fortschreitend

SONNENBRAND manchmal

EIGENSCHUTZZEIT 20 bis 30 Minuten

Typ IV

HAUTFARBE bräunlich, oliv

AUGENFARBE braun

HAARFARBE braun bis dunkel

BESONDERE MERKMALE keine Sommersprossen

BRÄUNUNGSGRAD schnell

SONNENBRAND selten

EIGENSCHUTZZEIT 20 bis 40 Minuten

Typ V

HAUTFARBE hellbraun, dunkel

AUGENFARBE dunkel

HAARFARBE dunkel

BESONDERE MERKMALE keine Sommersprossen

BRÄUNUNGSGRAD schnell

SONNENBRAND kaum

EIGENSCHUTZZEIT 60 Minuten

Typ VI

HAUTFARBE dunkel bis sehr dunkel

AUGENFARBE dunkel

HAARFARBE dunkel

BESONDERE MERKMALE keine Sommersprossen

BRÄUNUNGSGRAD schnell

SONNENBRAND nie

EIGENSCHUTZZEIT 90 Minuten

Den Lichtschutzfaktor Ihres Sonnenschutz-Produkts sollten Sie auf Ihren individuellen Hauttyp abstimmen.

  • Umso höher der Lichtschutzfaktor, desto länger ist die Haut vor der UVB-Strahlung und damit vor Sonnenbrand geschützt.
  • Umso höher der UVA-Schutz, desto besser ist ihre Haut vor sonnenbedingter vorzeitiger Hautalterung und sonnenbedingten Allergien geschützt.

Sonnenschutz-Tipps unserer Experten: Beim Sonnenschutz ist es empfehlenswert, ein Produkt zu wählen, das einen möglichst hohen UVA-Filter mit zuverlässigem UVB-Schutz kombiniert.

DERMA- EXPERTE:

Der Remitan Sonnenschutz blockt nahezu die gesamte UVA-Strahlung des Sonnenlichts (bis zu 96,8%) und bietet gleichzeitig einen zuverlässigen UVB-Schutz. Er ist in den Lichtschutzfaktoren 30, 50 und sogar 90 erhältlich. So können Sie Ihre Haut optimal vor vorzeitiger Hautalterung, sonnenbedingten Allergien sowie Sonnenbrand schützen und trotzdem ganz nach Wunsch bräunen. derma-experte
Das können Sie sonst noch für einen optimalen Sonnenschutz Ihrer Haut tun

Neben einem hochwertigen Sonnenschutz-Produkt mit hohem Lichtschutzfaktor können Sie Ihre Haut auch durch umsichtiges Verhalten vor den negativen Auswirkungen von UVA- und UVB-Strahlung schützen:

Sonnenschutz rund 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auftragen

Sonnenschutz großzügig auftragen

Sonnenschutz in regelmäßigen Abständen erneut auftragen, v.a. wenn Sie geschwitzt haben oder nach dem Baden

Mittagssonne meiden

Schützende Kleidung tragen

Babys und Kleinkinder nicht direkter UV-Strahlung aussetzen

UV-Strahlung bei Bewölkung und im Schatten nicht unterschätzen

Wechselwirkung von UV-Strahlung und Medikamenten wie Antibiotika beachten